Klimaschutz

Gemeinsamer Klimaschutz in der AG Niederer Fläming

Im Zusammenhang mit den formulierten energiepolitischen Zielen des Bundes und des Landes Brandenburg, sowie den Bestrebungen des Landkreises in Bezug auf den Klimaschutz und die Klimaanpassung, haben ebenso das Amt Dahme/Mark, die Gemeinde Niederer Fläming und die Stadt Jüterbog beschlossen, sich gemeinsam als AG Niederer Fläming unter anderem mit den Herausforderungen der Energiewende und des Klimawandels auseinanderzusetzen.

Nach der Erarbeitung der Klimaschutz- und Energiekonzepte [gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über den Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH] wurde zur Koordinierung, Begleitung und Evaluierung des Umsetzungsprozesses der Klimaschutzkonzepte ein neues gemeinsames Klimaschutzmanagement geschaffen. Dies hatte einerseits hohe Symbolkraft für den erklärten Willen der Kommunen ihre Klimaschutzaktivitäten zu erhöhen und in einem koordinierten Prozess zu etablieren und ergab sich andererseits aus dem im Erstellungsprozess der Klimaschutzkonzepte deutlich gewordenen hohen und langfristigen Aufgabenumfang. Der Klimaschutzmanager Erik Berge war im Zeitraum von Mai 2015 bis Januar 2018 nicht nur maßgeblich für die Umsetzung der Klimaschutzkonzepte verantwortlich, sondern stand auch als Ansprechpartner zu Fragen bezüglich klimaschutzrelevanter Themen zur Verfügung.

Die Stadt Jüterbog hat ihr Klimaschutz- und Energiekonzept gemeinsam mit der Stadt Luckenwalde und der Stadt Trebbin erstellt. Kurz darauf hat die Gemeinde Niederer Fläming gemeinsam mit dem Amt Dahme/ Mark ebenfalls ein KEK erarbeiten lassen. Beide Projekte wurden gefördert.

Die gemeinsame Umsetzung zweier Klimaschutzkonzepte über einen gemeinsamen Klimaschutzmanager zeigte wie gut die Zusammenarbeit in der Region bereits etabliert ist. Auf diese Weise können die Kommunen durch den Erfahrungsaustausch untereinander und die Vernetzung des Klimaschutzmangers mit anderen Regionen optimal voneinander profitieren.

Neben den beiden Klimaschutzkonzepten wurde für die Altstadt von Jüterbog ein Energetisches Quartierskonzept erarbeitet. Ein Teil der darin enthaltenen Maßnahmenvorschläge weist eine große inhaltliche Nähe zu Maßnahmen der Klimaschutzkonzepte auf.

Auf dem Gebiet der AG Niederer Fläming wurden und werden zahlreiche interessante Projekte umgesetzt. Es handelt sich um Projekte der Kommunen und auch von Unternehmen die durch die Anwendung von Erneuerbaren Energien, Ökologischen Grundsätzen oder im Rahmen der Umweltbildung als vorbildlich im Sinne des Klimaschutzes angesehen werden können. Durch die Informationen zu konkreten Projekten, werden Ihnen die Bemühungen im Bereich des Klimaschutzes näher gebracht.

Energetische Sanierung

Die Kommunen führen energetische Sanierungen an ihren Objekten durch, um dadurch zahlreiche positive Effekte zu erzielen. Die Energie- und Unterhaltungskosten für die Gebäude sollen gesenkt werden. Der Nutzerkomfort wird erhöht und der Wert der Gebäude steigt. Zudem gilt es rechtliche Anforderungen zu erfüllen und einer Vorbildfunktion gegenüber der Bevölkerung nachzukommen. Daher werden teils hohe Investitionssummen aufgebracht, um die Maßnahmen umzusetzen. Auf Grund geltender Anforderungen wird neben Maßnahmen zur Energieeinsparung auch auf die Nutzung Erneuerbarer Energien zurückgegriffen.

Nutzung Erneuerbarer Energien

Es gibt zahlreiche Anlagen zur Produktion von erneuerbarer Energie. Bestehende Anlagen können effizienter genutzt werden, beispielsweise durch die Nutzung der Abwärme von Biogasanlagen. Dazu können Nahwärmenetze angelegt werden. Auch der Einsatz von Solaranlagen kann Vorteile bringen, besonders wenn Bedarf und Produktion gut zusammenpassen.

Straßenbeleuchtung

In allen Kommunen wurden bereits Maßnahmen unternommen, um die Straßenbeleuchtung zu modernisieren und verstärkt LED einzusetzen. Die Straßenbeleuchtung hatte einen hohen Anteil am kommunalen Stromverbrauch, von über 50%. Die drei Varianten: Neuerrichtung von LED-Leuchten, Installation von LED-Leuchtköpfen sowie der Einsatz von LED-Leuchtmitteln wurden angewendet. Durch zahlreiche Projekte ist seit 2011 der Anteil von LED an der Straßenbeleuchtung stetig erhöht worden, im Mai 2015 betrug der LED-Anteil noch etwa 7,5%. Mit rund 36% LED-Anteil im Januar 2018 wurde schon ein gutes Niveau erreicht. Eine weitere Steigerung auf über 50% bis Ende 2019 ist erreichbar, wenn die Kommunen weiterhin entschlossen, die ausgearbeiteten Empfehlungen umsetzen.

Sonstige Projekte

Es gibt weitere Möglichkeiten, wie Klimaschutz erfolgreich praktiziert werden kann. Dazu gehören Schulprojekte, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Derartige Projekte sind z.B.:

  • Errichtung Doppelladesäule in Hohenseefeld
  • Energielehrpfad im Niederen Fläming
  • Wiesenschule Mission Energiesparen der EMB
  • Schulprojekttage in Grundschule Werbig
  • Stromspar-Check im Landkreis Teltow-Fläming

 

 

 

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